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Liebe Leserinnen und Leser,

die zweite Jahreshälfte bei nawi.berlin wird ereignisreich: Mit neuen Angeboten speziell für Start-ups, einer wachsenden Netzwerk-Seite voller Partner:innen und unserem großen Jahresevent im November, zu dem wir Sie schon jetzt herzlich einladen. Und noch eine kleine Premiere: der nawi.berlin Film ist fertig.

Außerdem werfen wir in diesem Newsletter im Interview mit Sebastian Klein, Psychologe, Autor und Mitgründer der Sachbuch-App Blinkist, des New Work Magazins Neue Narrative und des Finanzunternehmens Karma Capital, einen Blick darauf, wie nachhaltiges Gründen in Berlin gelingen kann.

Herzliche Grüße

Ihr Team von nawi.berlin

Kostenfreie Einstiegsberatung und Start-up Kompass für Gründer:innen

Wir erweitern unsere Angebote für Start-ups und Gründer:innen um eine kostenfreie Einstiegsberatung und der umfassenden Informationsseite Start-up Kompass: Ob Fragen zu Fördermöglichkeiten, Impact-Messung, nachhaltiger Unternehmensführung oder zirkulären Geschäftsmodellen – wir geben Orientierung, zeigen Ihnen die nächsten Schritte auf, empfehlen passende Unterstützungsangebote und vernetzen Sie mit den richtigen Expert:innen.

nawi.berlin hat jetzt einen Film

Wir wollen nicht zu viel verraten, schauen Sie einfach rein.

Unsere neue Netzwerkseite ist online – entdecken Sie all unsere Partner:innen. Von Förderberatungen über Workshops bis zu Stammtischen – finden Sie den direkten Weg zu Berliner Institutionen, Projekten und Netzwerken, die Sie beim nachhaltigen Wirtschaften unterstützen. 

SAVE THE DATE

Am 13. November findet das nawi.berlin Jahresevent im haus ungarn statt. Unter dem Motto "Wirtschaften zwischen Risiko und Resilienz - Berlin weiß wie" kommen Unternehmer:innen, Expert:innen und Partner:innen zusammen. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind.

Herr Klein, Ihr Magazin Neue Narrative bezeichnen Sie als "Prototypen für den Verlag der Zukunft". Was meinen Sie damit?

Wir möchten neue Wege gehen, und zwar in zweierlei Hinsicht: Wir wollen herausfinden, wie Unternehmen, die Inhalte publizieren, künftig Geld verdienen können. Auch wenn wir mit einem Print-Magazin gestartet haben, verdienen wir inzwischen mehr Geld mit unserem Digitalprodukt 9 Spaces. Auch die Art, wie wir arbeiten und organisiert sind, ist radikal anders gedacht: Wir sind in Verantwortungseigentum, das heißt das Unternehmen gehört den Menschen, die dort arbeiten. Wir sind vollständig transparent, auch bei Finanzthemen, geben uns unsere Gehälter selbst und arbeiten soziokratisch, also in einer Rollen-Organisation. Das bedeutet, es gibt keine starre Personen-Hierarchie, sondern Verantwortung wird in Form modularer Rollen verteilt. 

Welche Rolle spielen Start-ups, wenn es darum geht, Berlin als zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort zu stärken? 

Berlin ist eine Gründer:innen-Stadt mit vielen Menschen, die die Welt zum besseren verändern wollen. Das zeigt sich nicht nur an den vielen impact-orientierten Unternehmen. Mir fallen da natürlich als Erstes Unternehmen in Verantwortungseigentum, wie Haferkater, Ecosia oder Vyld, ein. Auch in der Non-Profit-Welt gibt es viele inspirierende Organisationen, die große Wirkung entfalten. Um ein paar Beispiele zu nennen: Project Together, Brand New Bundestag und Join Politics. Und natürlich haben wir eine starke Zivilgesellschaft, was sich auch wieder an tollen Organisationen wie Changing Cities, Finanzwende oder dem Netzwerk Steuergerechtigkeit zeigt. 

Nur leider fließt auch in Berlin das meiste Kapital in Gründungen, die überhaupt nicht dem Gemeinwohl dienen: In Fast-Fashion, Lieferservices und andere Convenience-Produkte, die eigentlich niemand braucht. Berlin hat viel Potenzial, nur das Geld fließt oft in die falsche Richtung.

Was ist Ihr Rezept für den Wandel hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft? 

Wenn wir die Wirtschaft transformieren wollen, müssen wir das Finanzsystem transformieren. Das viele Geld, das wir angehäuft haben, muss dahin fließen, wo es gesellschaftliche Probleme lösen kann. Eine so reiche Gesellschaft wie unsere kann es sich nicht erlauben, weiterhin mit zerstörerischen Geschäftsmodellen Geld zu verdienen, während gleichzeitig unsere Lebensgrundlage schwindet und die Demokratie auseinanderfällt. Deshalb müssen wir darauf hinwirken, dass viel mehr Geld in Organisationen fließt, die positiv auf die Gesellschaft wirken.

Das ausführliche Interview lesen Sie hier.

nawi.berlin – Die Navigation für nachhaltiges Wirtschaften – ist die zentrale Anlaufstelle für Berliner Unternehmen, die zukunftsfähiger wirtschaften möchten. Die Initiative bündelt Wissen, unterstützt Unternehmen und Start-ups bei ihrer nachhaltigen Ausrichtung und steht bei allen Fragen rund um zukunftsfähiges Wirtschaften zur Verfügung. Das Projekt wird vom Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. und der Impact Hub Berlin GmbH umgesetzt und durch der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert.

Wenn Sie diese E-Mail (an: wyrich@bnw-bundesverband.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.
nawi.berlin – Die Navigation für nachhaltiges Wirtschaften in Berlin
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CEO: Prof. Dr. Katharina Reuter